Ein Hund kommt ins Haus - Das gibt's zu bedenken

Januar 13, 2016




Auf der Suche nach interessanten
Themen und spannenden Bei-
trägen? Dann schau doch mal auf
unserem Blog vorbei.

 

 

Du willst kein Event verpassen? Dann
verschaffe dir eine Übersicht über
kommende Veranstaltungen.
Hier geht's zum Kalender.

Hunde gelten nicht umsonst als bester Freund des Menschen und werden von vielen mehr als Familienmitglied als als Haustier gesehen. Doch bevor du dir einen Hund anschaffst, gibt es viele Dinge zu beachten. Denn die Vierbeiner können je nach Rasse und Größe über 15 Jahre alt werden und da solltest du keine überstürzten Entscheidungen treffen. Zunächst ein paar Leitfragen:


Bist du als Hundehalter geeignet?

  1. Hast du genug Zeit für Erziehung, Spaziergänge und Kuschelstunden?

  2. Wer passt auf deinen Hund auf, wenn du mal keine Zeit hast?

  3. Kannst du die Bedürfnisse deines Hunde in den Vordergrund stellen?

  4. Wirst du dich auch in 15 Jahren noch um dein Tier kümmern?

  5. Gibt es in deiner Familie Personen mit einer Tierhaarallergie?

  6. Hast du genug Platz für deinen Vierbeiner?

  7. Ist dein Umfeld tierfreundlich?

  8. Kannst du die Kosten von Futter, Zubehör, Tierärzten, Versicherungen und Steuern tragen?

  9. Welche Rasse mit welchen Eigenschaften passt zu dir?

  10. Woher bekommst du den Hund: Von Privatpersonen, vom Züchter, aus dem Tierheim oder dem Ausland?

 

Das braucht dein Hund

  1. Geborgenheit in einem festen Zuhause

  2. Eine Bezugsperson, die für ihn an erster Steller der Rangordnung steht

  3. Klare Strukturen und geregelte Tagesabläufe

  4. Menschen, die respekt- und liebevoll mit ihm umgehen

  5. Einen Rückzugsort, an dem dein Hund ungestört schlafen und sich ausruhen kann

  6. Viel Bewegung und Auslauf zusätzlich zu den täglichen Spaziergängen

  7. Geistige Herausforderungen, die ihn nicht überfordern

  8. Zuneigung, Lob und Streicheleinheiten

  9. Artgerechte Ernährung

  10. Spiel, Spaß und natürlich Abenteuer

     

    Die folgenden Dinge gibt es zu beachten, wenn du dir einen Hund anschaffen willst:

     

    Ein Hund braucht Zeit

    Die fehlende Zeit ist heutzutage oft das größte Problem. Morgens geht’s ins Büro und abends fällt man erschöpft aufs Sofa und freut sich auf einen gemütlichen Abend. Bleibt da überhaupt noch Zeit für einen Hund? Hunde sind soziale Tiere und brauchen viel Zuneigung und Aufmerksamkeit. Natürlich musst du nicht 24 Stunden am Tag mit deinem Hund zusammensein, aber mehrere Stunden pro Tag solltest du dich auf jden Fall intensiv mit deiner Fellnase beschäftigen. Denn nur so, kannst du eine Bindung zwischen dir und deinem Hund schaffen.

    Erziehung
    Hundeerziehung und gegenseitiges Vertrauen braucht viel Zeit, Geduld und intensives Training. Mit der Erziehung eines Hundes ist nicht die Anzahl der Tricks gemeint, die er beherrscht, sondern grundlegender Gehorsam, damit dein Vierbeienr seine Umwelt nicht belästigt oder gar gefährdet. Denn der Hundehalter hat die Sorgfaltspflicht und haftet für sein Tier. In einigen Bundesländern ist deswegen sogar ein sogenannter „Hundeführerschein“ Pflicht.
    Stelle sicher, dass du deinen Hund unter Kontrolle hast.
     
    Spiel, Spaß und Abenteuer 
    Teile deine Zeit für notwendige Spaziergänge und Spielzeiten ein. Dein Hund sollte mindestens (!) 3x am Tag Gassigehen und zwar nicht nur, um seine Geschäfte zu verrichten, sondern auch als körperlichen Ausgleich. Deswegen solltest du ihn nicht nur an den nächsten Busch lassen, sondern größere Runden drehen. Für deinen Hund ist jeder Spaziergang ein kleines Abenteuer und es wäre doch schade, wenn es nur fünf Minuten dauern würde.
    Außerdem solltest du deinen Vierbeiner beschäftigen, damit keine Langeweile aufkommt. Biete ihm körperliche und geistige Herausforderungen. Ballspielen, Hindernisläfue, Versteckspiele, etc. all das macht deinem Hund Spaß und sollte nicht zu kurz kommen.

    Job
    Es ist durchaus möglich, deinen Hund ein paar Stunden alleine zu lassen. Es sollte sich auf jeden Fall eine gewisse Routine einstellen, damit sich deine Fellnase daran gewöhnen kann, dass du jeden Morgen für ein paar Stunden das Haus verlässt. Dein Vierbeiner weiß dann aber auch, dass du wieder zurück kommst.
    Wenn du Vollzeit arbeitest, kann dein Hund auf jeden Fall nicht den ganzen Tag alleine bleiben. Hast du Familienmitglieder oder Mitbewohner, die sich währenddessen um ihn kümmern? Kannst du ihn mit ins Büro nehmen? Gibst du ihn in eine Hundetagesstätte? Solltest du dir dann überhaupt einen Hund anschaffen, wenn du die Hälfte des Tages im Büro verbringst und fremde Personen auf ihn aufpassen müssen? Überlege dir also rechtzeitig, wie du deinem Tier einen geregelten Alltag ermöglichen kannst und wer sich während deiner Abwesenheit kümmert. Es gibt auch die Möglichkeit deinen Vierbeiner für ein paar Stunden in eine Hundetagesstätte zu bringen (weitere Infos siehe unten "Kosten" - "Hundebetreuung").
     
    Urlaub
    Mit einem Hund in deiner Familie ergeben sich auch neue Fragen und Kosten bei der Urlaubsplanung. Kommt dein Hund mit in den Urlaub? Wo sind Hunde überhaupt erlaubt? Wie reist ihr dorthin? Wenn dein Vierbeiner zu Hause bleibt: Wer passt dann auf ihn auf? – Die Nachbarn? Eine Hundepension? Auch wenn in kurzer Zeit kein Urlaub geplant ist, solltest du langfristig gesehen diese Fragen im Kopf behalten.

    Ein Hund braucht ein tierfreundliches Umfeld

    Du gibst einem Tier ein neues Zuhause: Alles ist neu und fremd und macht erstmal Angst. Trotzdem kannst du deinem Hund eine schöne und sichere Unterkunft geben, die ihm Geborgenheit und Vertrauen schenkt.

    Wohnfläche
    Zunächst solltest du überprüfen, ob in deiner Wohnung oder deinem Haus Hunde erlaubt sind. Diese Frage stellt sich meist nur bei Mietwohnungen, wo die Entscheidung beim Vermieter liegt. Ist diese Frage geklärt solltest du dir überlegen zu welchen Bereichen dein Hund Zutritt hat. Darf er zum Beispiel ins Bade- oder Schlafzimmer oder soll er sich nur in Wohnzimmer und Küche aufhalten?

    Auf jeden Fall gilt: Je kleiner die Wohnung, desto kleiner der Hund! Denn die Vierbeiner brauchen nicht nur draußen, sonder auch in drinnen genug Platz.jack russel
     
    Wohngegend
    Auch was die Wohngegend betrifft gibt es günstige und eher ungünstige Wohnorte. Ein Haus auf dem Land mit einem großen Garten zum Toben und vielen Waldwegen wäre zum Beispiel besser geeignet als eine kleine Stadtwohnung an einer vielbefahreren und für den Hund sehr gefährlichen Straße. Das bedeuet aber keines Falls, dass deine Fellnase sich nicht auch dort wohlfühlen wird.
    Wenn du in einem Wohngebiet mit vielen Kindern wohnst, sollte dein Tier kinderfreundlich sein, was größtenteils von seinem Charakter und seiner Erziehung abhängt. Teilweise gelten aber auch einige Rassen als besonders kinderfreundlich.
    In einem Wohngebiet oder Mehrfamilienhaus sollten auch deine Nachbarn dem Hund gegenüber tolerant sein. Das betrifft gelegentliches Bellen und nach abentuerlichen Spaziergängen ein wenig Schmutz oder Gerüche im Treppenhaus.

     

    Ein Hund kostet Geld

    Ein nicht unwesentlicher Aspekt der Hundehaltung sind die entstehenden Kosten. Das sind zu Beginn einmalige Anschaffungskosten für den Hund selbst , eine Grundaustattung an Zubehör und gegebenenfalls ein Besuch in der Hundeschule. Laufende Kosten beziehen sich auf das Futter und Leckerlis, regelmäßige Tierarztbesuche für Impfungen und Wurmkuren sowie Ausgaben für Hundesteuer und Haftpflichtversicherung.

    Kaufpreis
    Der Kaufpreis für einen Hund hängt von der Körpergröße, dem Alter, aber vor allem von der Rasse bzw. Reinrassigkeit ab: Ein reinrassiger Mopswelpe ist also teurer als ein ausgewachsender Jack Russel Mischling. Entscheidend ist auch der Kaufort: Holst du deinen Hund aus dem Tierheim, wird weniger verlangt, als wenn du ihn direkt bei einem Züchter kaufst. Deswegen können die Kosten zwischen ca. 250€ und 1.500€ für den reinen Kaufpreis liegen.
     

    Futter
    Weitere Kosten entstehen durch das Futter. Auch hier gilt: große Hunde sind teurer in der Haltung, da sie mehr Futter benötigen als Kleine. Die täglich empfohlene Menge an Futter liegt bei kleinen Hunden zwischen 90 und 150g, bei Großen können es bis zu 500g pro Tag sein. Bei niedrig- bis mittelpreisigen Futtermitteln können die monatlichen Kosten je nach Größe und Gewicht des Hundes zwischen 8€ und 35€ variieren. Entscheidest du dich für Markenfutter oder Barf (Rohfütterung von frischem Fleisch und Gemüse), sind die Kosten erheblich höher. Futter vom Discounter ist übrigens nicht automatisch schlechter, nur weil es günstiger ist. Zusätzlich kommen Ausgaben für Leckerlis oder andere Snacks hinzu.


    Zubehör
    Damit dein Hund sich wohlfühlt braucht er das passende Zubehör. Zur Grundausstattung gehören ein Hundebettchen/körbchen, Futter- und Trinknapf, Halsband, Leine, Zeckenzange/karte und etwas Spielzeug. Auch hier gibt es keine Pauschalkosten, da auch hier die Preise von der Größe des Hundes und der Qualität des Zubehörs selbst abhängig sind. Das Zubehör fällt zwar nicht unter laufende Kosten, aber mit der Zeit nutzt es sich ab und muss ersetzt werden.
    Das passende Hundezubehör findest du auch hier bei uns im Shop.
     
    Hundeschule
    Wir empfehlen mit deinem Hund in die Hundeschule zu gehen. So lernt er sich richtig zu verhalten und zusätzlich stärkt das intensive Training eure Bindung zueinander. Suche dir am besten eine Hundeschule in deiner Nähe und informiere dich über die Preise dort. Je kleiner die Gruppe, in der ihr trainiert, desto höher werden die Kosten sein. Welpenerziehung und Grundtrainingskurse kosten außerdem mehr als Fortgeschrittenenkurse. Oft werden 10er Karten angeboten bei denen die Preisspanne zwischen 80€ und 170€ liegen kann. Auch hier sagt die Höhe der Kosten nichts über die Qualität aus. Wichtig ist die Kompetenz des Ausbilders und dass dein Hund und du euch in der Gruppe wohlfühlt und ihr Fortschritte beim Training macht.
     
    Tierarzt
    Ein weiterer Kostenfaktor sind auftretende Tierarztkosten. Dazu gehören regelmäßige Impfungen für ca 50€ und Wurmkuren, die je nach Größe des Hundes zwischen 10€ und 30€ liegen . Hinzu kommen unvorhersehbare Tierarztbesuche bei Verletzungen oder geplante Operationen wie zB. einer Kastration, die zwischen 100€ und 250€ liegen kann. Tierarztbesuche sind wichtig, damit dein Hund gesund und munter bleibt.
     
    Chip
    Auch wenn es um das Chippen deines Hundes geht, gilt: Informiere dich zunächst, ob es in deinem Bundesland eine Chip-Pflicht gibt. Der Chip wird deiner Fellnase am Hals eingesetzt und enthält Daten zu Hund und Halter. So kann dir dein Hund schneller zugeordnet werden, sollte er einmal davonlaufen. DieTransplantation eines solchen Chips kostet um die 30€.
     
    Hundesteuer
    Mit dem Kauf eines Hundes bist du als Halter/In dazu verpflichtet Hundesteuer zu zahlen. Wie auch in den anderen Punkten, hängt die Höhe von der Größe/Rasse des Hundes ab (gefährlich geltende Rassen wie zB. Rottweiler haben einen höheren Steuersatz) sowie von der zuständigen Gemeinde. Deinen Hund meldest du dann über das zuständige Finanzamt an. In Hamburg beträgt die Hundesteuer beispielsweise etwa 90€ pro Jahr.
     
    Hundehaftpflichtversicherung
    In vielen Bundesländern ist die Hundehaftpflichtversicherung vorgeschrieben, also informiere dich zunächst, ob das für deinen Wohnort auch der Fall ist. Generell ist die Versicherung aber sinnvoll, da sie für Sach- und Personenschäden aufkommt, die dein Hund verursacht. Während Kleintiere wie Katzen, Kaninchen oder Vögel in der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind, müssen Pferde und auch Hunde extra versichert werden. Auch hier hängen die Kosten von der Rasse ab, aber der durchschnittliche Preis liegt bei etwa 70€ pro Jahr.
     
    Hundebetreuung
    Weitere Kosten, die auf dich zukommen könnten, sind Hundesitter oder Urlaubsbetreuungen. Bist du voll berufstätig und hast niemanden, der sich während deiner Abwesenheit um die Fellnase kümmert, gibt es Hundetagesstätten (HuTas), wo du dein Tier tagsüber abegeben kannst. Pro Stunde sind es durchschnittlich etwa 15€, was bei fünf Tagen pro Woche à drei Stunden schon 225€ im Monat wären. Wenn du einen Urlaub planst, kannst du deinen Vierbeiner auch für längere Zeit in eine Hundepension oder ein Hundehotel geben. Auch hier liegen die durchschnittlichen Kosten pro Stunde zwischen 15€ und 20€. Je nach Urlaubslänge wird es also dementsprechend teuer.

    In der Dokumentation "Ausgerechnet" des WDRs findest du eine durchschnittliche Gesamtübersicht der Kosten, die bei der Hundehaltung von der Anschaffung bis zur Beerdigung entstehen.

     

    Welche Rasse passt zu mir?

    Das Aussehen spielt nicht nur bei der Partnerwahl unter Zweibeinern eine große Rolle, sondern auch  wenn man sich einen vierbeinigen Begleiter in die Familie holen will. Allerdings solltest du bei deinem neuen Haustier nicht nur auf die Optik achten, sondern dir viel mehr überlegen, welche Rasse zu dir passt. Denn verschiedene Hunderassen haben verschiedene Eigenschaften, unterscheiden sich in der Körpergröße und es gibt Unterschiede in der Reinrassigkeit.

    Eigenschaftenrassehund, mischling
    Jede Hunderasse hat verschiedene Eigenschaften: Goldenretriever gelten als besonders famliienfreundlich, Labradore lieben Wasser und Australian Shephards brauchen besonders viel Bewegung... Überlege dir welche der angeborenen Eigenschaften gut zu dir passen. Eigenschaften bedeuten allerdings nur, dass dein Hund zu bestimmten Verhaltensweisen neigt. Trotzdem haben auch Hunde gleicher Rassen immernoch einen eigenen Charakter und können sich auch anders verhalten, als es für die Rasse üblich ist. Lerne deinen Hund also vorher kennen, um einzuschätzen, ob sein Charakter zu dir passt. Das macht das Zusammenleben für euch beide leichter. 
     
    Körpergröße
    Hunde unterschiedlicher Rassen unterscheiden sich auch in ihrer Körpergröße. Auch die solltest du bei einem Kauf berücksichten und überprüfen, ob in deinem Zuhause genug Platz ist und ob du dir einen großen Hund leisten kannst. Ein weiterer Faktor ist die Frage, ob du deinen Hund an der Leine halten kannst? Große Tiere können über 50Kg wiegen und sind enorme Kraftpakete. Um die Sicherheit deines Tieres und deiner Mitmenschen zu gewährleisten, solltest du in der Lage sein, dein Tier unter Kontrolle zu haben, auch wenn es an der Leine zieht oder plötzlich losrennt.
    Reinrassig oder Mischling?
    Eine weitere Entscheidung, die du treffen solltest, ist die Wahl der Reinrassigkeit. Reinrassige Hunde haben einen höheren Anschaffungspreis und können teilweise überzüchtet sein. Somit sind sie oft anfällig für Erbkrankheiten, können z.B. schlechter Atmen wegen eingedrückter, zurückgezüchteter Schnauzen oder haben Gelenkprobleme. Mischlinge haben deswegen oft eine höhere Lebenserwartung und sind nicht so anfällig für Krankheiten. Außerdem ist ihr Anschaffungspreis deutlich niredriger.

     

    Hündin oder Rüde?

    Wenn du die richtige Rasse gefunden hast, stellt sich die Frage nach dem Geschlecht. Hündin oder Rüde? Gibt es da überhaupt Unterschiede?

    Klischees, dass Hündinnen verschmuster oder Rüden dominanter sind, kann man nicht mehr nur auf das Geschlecht zurückführen. Das Verhalten hat vor allem mit der Rasse und dem Charakter des einzelnen Tieres zu tun. Denn es gibt sowohl total verschmuste Rüden als auch dominante Hündinnen. Die Wahl des Geschlchts ist also eher Geschmackssache.

     

    Jung oder alt?

    Einen Hund behält man nicht nur für ein paar Wochen, sondern fürs Leben. Deshalb ist es wichtig in die Zukunft zu planen und dir Gedanken zu machen, wie lange dein Hund bei dir bleiben kann und was er für eine Lebenswerwartung hat. Wenn du nur einen tierischen Begleiter für ein paar Jahre suchst, solltest du dir einen älteren Hund anschaffen und ihm ein schönes Zuhause geben. Wenn du dir aber durchaus vorstellen kannst die nächsten 10-15 Jahre mit deinem Vierbeiner zusammenzuleben, kannst du dir auch einen Welpen ins Haus holen.


    Verschiedene Bedürfnissewelpe, alter hund
    Abgesehen von der Lebenserwartung verändern sich auch die Ansprüche der Tiere im Alter. Junge Hunde brauchen viel Bewegung und wollen gefordert werden. Sie sind verspielt und brauchen viel Aufmerksamkeit. Ältere hingegen mögen es eher ruhig und gemütlich. Sie schlafen viel und sind je nach Gesundheit nicht mehr so ausdauernd. Überlege dir wie dein Alltag aussieht und ob du die anspruchsvollen Bedürfnisse von jungen Hunden erfüllen kannst oder damit zurechtkommst, dass ein älterer Hund zwar oft weniger Bewegung braucht, dafür aber anfälliger für Krankheiten ist.
     
    Erziehung
    Wenn du dich für einen Welpen entscheidest, musst du ihn komplett erziehen. Denn er kennt weder „Sitz“ noch „Aus“, ist noch nicht stubenrein und spielt mit allem, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Vorteil ist aber, dass du den Hund nach deinem Belieben erziehen kannst. Ältere Hunde, die bereits aus anderen Familien oder dem Tierheim kommen, sind oft schon erzogen. Es kann aber sein, dass sie sich Verhaltensweisen angewöhnt haben oder ihnen beibgebracht wurden, die dich als Halter stören. In solchen Fällen brauchst du besonders viel Geduld die Hunde umzutrainieren.

     

    Woher kommt dein Hund?

    Wenn die Frage nach dem Alter erst einmal geklärt ist, kommt schon die nächste. Woher bekommst du denn eigentlich deinen Hund? Hast du Anzeigen von Privatpersonen gesehen, die ihren Vierbeiner abgeben wollen oder gehst du gezielt zu einem Züchter? Gibst du einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause oder nimmst du sogar ein Tier aus dem Ausland bei dir auf? Egal, wo du deinen Vierbeiner herbekommst: Damit deinem Hund die Trennung und spätere Neugewöhnung leichter fällt, ist es ratsam etwas aus seinem alten Zuhause mitzunehmen. Das kann entweder das Körbchen, die Kuscheldecke oder das Lieblingsspielzeug sein.
    Auf jeden Fall solltest du dir alle Dokumente über das Tier mitgeben lassen. Am wichtigsten sind hierbei der Kaufvertrag, Impfausweis und bei Züchtern zusätzlich noch die Ahnentafel.

     

    Privatpersonen
    Man findet immer mehr Anzeigen in der Zeitung und im Internet, wo Privatpersonen ihren Hund abgeben. Die häufigsten Gründe sind Zeitmangel oder Allergien. Einige geben aber auch Welpen ab, wenn ihre Hündin Junge zur Welt gebracht hat . Suche auf jeden Fall den persönlichen Kontakt mit dem Verkäufer und lerne ihn und den Hund kennen. Denn du weißt nicht, wie er das Tier vorher behandelt hat oder ob es gesund ist.
    Tiere von Privatpersonen sind meist schon sozialisiert und erzogen, allerdings braucht es seine Zeit bis zwischen dir und dem Hund eine Bindung entsteht.
     
    Züchter
    Züchter verlangen oft hohe Preise, denn sie werben mit der Reinrassigkeit ihrer Zucht. Aber nicht jeder Züchter ist gleich seriös. Bei der Zucht handelt es sich um die kontrollierte Weiterverbung des Erbmaterials, wobei es vor allem um Aussehen und bestimmte Verhaltensweisen geht. Seröse Züchter gehören meist einem Verein oder Verband an. Sie besitzen ausführliche Dokumentationen über die Herkunft, Stammbäume/Ahnentafeln, etc. des Hundes. Außerdem können sie die Bedingungen vorgeben, wie der Hund aufwachsen soll. Jeder Verein hat eine Zuchtordnung, in der alle einzuhaltenden Vorschriften stehen.
     
    Tierheim
    Wenn du dich für einen Hund aus dem Tierheim entscheidest, sind es meistens Mischlinge mit eher unbekannter Herkunft. Es ist oft schwer zu sagen aus welchen Rassen sie sich genau zusammensetzen. Diese Tiere haben möglicherweise keine glückliche Vergangenheit und können deshalb ängstlich oder aggressiv reagieren. Aber trotzdem sollte man diese Hunde nicht aufgeben und ihnen ein neues Zuhause geben.
    Seriöse Tierheime verlangen eine Schutzgebühr und werden von dir einige Angaben zu deiner Person, deinem Familienstand und deiner Wohnlage verlangen. So soll sichergestellt werden, dass der Hund in gute Hände kommt.
     
     
    Ausland
    Es gibt auch die Möglichkeit Hunde aus dem Ausland zu kaufen. Die Herkunft der Tiere kann oft nicht genau bestimmt werden, aber viele von ihnen kommen von der Straße oder wurden aus umliegendenTötungsstationen gerettet. Durch ihre Vergangenheit verhalten sich auch diese Hunde meistens ängstlich oder agressiv. Sie brauchen sehr viel Zeit und Liebe, um sich in ihrem neuen Zuhause einzugewöhnen. Zusätzliche Geduld müsstest du auch in Erziehung und Stubenreinheit investieren.
    WICHTIG: Bei seriösen Angeboten werden die Hunde über Tierschutzvereine nach Deutschland geholt. Dort werden sie geimpft und aufgepeppelt, deshalb fällt üblicherweise beim Kauf eine Schutzgebühr an.

     

    Rechtliches

    Als neue/r Hundebesitzer/in musst du auch einige Pflichten erfüllen. Informiere dich welche dieser Pflichten du in deinem Bundesland oder deiner Gemeinde erfüllen musst. In vielen Orten herrscht Leinenpflicht. Außerdem fallen meistens Kosten für Hundesteuer, Hundehaftpflichtversicherung und Chippen an (siehe Punkt Kosten).