Weihnachtsmarkt mit Hund: Ja oder Nein?

Dezember 03, 2015




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Glühwein, Punsch und Schmalzkuchen soweit die Nase reicht. Die Weihnachtsmarkt-Saison ist in vollem Gange. Doch was auf uns Menschen nach einem langen Arbeitstag gemütlich und entspannend wirkt, kann für deinen Hund zu purem Stress werden.

Es kommt auf den Charakter an

Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde haben unterschiedliche Persönlichkeiten. Deswegen ist der Charakter deines Vierbeiners entscheidend, ob du ihn mit auf den Weihnachtsmarkt nehmen solltest oder nicht. Während du deinen Hund, ist er ängstlich, schreckhaft oder unsicher, lieber zu Hause lassen solltest, kannst du einen zutraulichen und selbstsicheren Hund durchaus mit auf den Weihnachtsmarkt nehmen. So ein Ausflug bietet deinem Vierbeiner und dir zwar Abwechslung, aber trotzdem ist der Stress für das Tier nicht zu unterschätzen.

Reizüberflutung für Hundeohren und -nase

Jingle Bells, Jingle… It’s beginning to look a lot like christmas… Was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Weihnachtslieder? An jedem Stand ertönen die bekannten Melodien und versetzen die Zweibeiner in Weihnachtsstimmung. Für deinen Vierbeiner ist die Geräuschkulisse keineswegs angenehm, denn durch sein ausgeprägtes Gehör, nimmt dein Hund einen größeren Frequenzbereich wahr und kann Geräusche zehnmal genauer lokalisieren als der Mensch. Zudem sind Hunde schreckhaft und können auf plötzliche oder laute Töne ängstlich oder aggressiv reagieren.

Nicht nur der Hörsinn ist bei deinem Hund stärker ausgeprägt, auch sein Riechzentrum ist 40 mal größer als das eines Menschen. Er nimmt also deutlich mehr Gerüche wahr und kann sogar den Verlauf und die Richtung des Geruchs genau analysieren. Gerade auf dem Weihnachtsmarkt wo Pommes, Schmalzkuchen, Glühwein und andere menschliche Leckereien angeboten werden, wird dein Hund mit den gerüchlichen Eindrücken überflutet.

Weihnachtsmarkt mit Hund

Überall Menschen

Oh wie süß! Darf man den streicheln? Wir alle kennen es, wenn wir mit unserem Hund unterwegs sind und Personen auf uns zu kommen, die ganz begeistert sind von unserem flauschigen Begleiter. Auf dem Weihnachtsmarkt kommen solche Begegnungen öfter vor. Menschen dicht aneinander gedrängt und dein Hund mittendrin. Purer Stress. Versetze dich einmal in deinen Hund hinein: Gefangen in einer Masse von Menschen, die in jede erdenkliche Richtung um dich herumlaufen. Überall Beine: vor dir, hinter dir, links und rechts neben dir. Hände von oben, die nach dir greifen, dich anfassen und streichen wollen. Ein kleiner Rempler von der Seite, ein leichter Tritt auf die Pfote. Das bedeutet der Weihnachtsmarktbesuch für deinen Hund. Er fühlt sich beengt und unsicher und kann dadurch ängstlich oder sogar aggressiv reagieren. Gerade mit schreckhaften und unsicheren Hunden ist der Weihnachtsmarktbesuch eine schlechte Idee.

Gefahren auf dem Boden

Viele Menschen hinterlassen viel Müll. Deswegen solltest du deinen Hund auf dem Weihnachtsmarkt immer im Auge behalten. Hier ein Stückchen Wurst mit Senf, ein paar Meter weiter eine gebrannte Mandel... Du weißt nie wie lange die Lebensmittelreste schon dort liegen oder was sie genau enthalten, deswegen aufpassen, was dein Hund frisst. Außerdem liegt nicht nur Essbares am Boden, sondern auch Dreck und Scherben von zerbrochenen Glühweinbechern.

Weihnachtsmarkt mit Hund: Jein!

Es gibt keine allgemeine Antwort auf diese Frage, denn die Antwort hängt von den oben aufgführten Faktoren ab. Letztendlich solltest du deinen Hund kennen und richtig einschätzen können wie viel Stress für ihn zumutbar ist. Wenn du dich entscheidest mit deinem Hund auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, solltest du Folgendes beachten:
Suche dir einen kleineren Weihnachtsmarkt aus. Dort ist meist weniger los als auf den Märkten in der Innenstadt und weniger Menschen bedeuten weniger Stress für deinen Hund. Viele Besucher gehen im Anschluss von der Arbeit auf den Weihnachtsmarkt, deshalb solltest du diese Stoßzeiten vermeiden und dir eine ruhigere Tageszeit aussuchen. Führe deinen Hund auf jeden Fall an der kurzen Leine, so kannst du besser kontrollieren, dass dein Vierbeiner keine Lebensmittel vom Boden frisst, in Scherben tritt oder unter die Füße der anderen Besucher läuft. Kleinere Hunde solltest du zur Sicherheit lieber auf den Arm nehmen, da sie auf dem Boden schnell übersehen werden können. Eine Alternative wären extra organisierte