Crashkurs: Körpersprache Hund

April 28, 2016




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Dein Hund hatte gerade Futter, der Wassernapf ist gefüllt und Gassigehen ist erst eine halbe Stunde her. Trotzdem will dir deine Fellnase etwas mitteilen. Im folgenden Abschnitt helfen wir dir, die Gestik und Mimik deines Vierbeiners besser zu verstehen und die feinen Signale zu deuten.

Ein wedelnder Schwanz (Rute) zum Beispiel drückt nicht unmittelbar Freude aus, sondern zeigt einfach nur die Erregung deines Hundes. Dies kann aber sowohl positiv als auch negativ sein. Deswegen solltest du nicht nur auf die Rute, sondern auch auf die Körperhaltung, Kopf- und Ohrenstellung achten. Es gibt keine Anzeichen, die einzig und allein auf eine bestimmte Stimmung hinweisen, deswegen ist es wichtig die Gesamtsituation zu erfassen und die Reaktionen deines Hundes im Kontext zu sehen. Es kann helfen, wenn du versuchst, dich in deinen Hund hineinzuversetzen.

Eigenmerkmale

Menschen reagieren unterschiedlich: Einige werden beispielsweise bei Nervosität immer ruhiger und verschlossener, andere werden aufgedreht oder sogar hysterisch. Auch Hunde haben verschiedene Charaktereigenschaften und reagieren unterschiedlich. Lerne deinen Hund kennen und merke dir, wie er in bestimmten Situattionen reagiert. So kannst du seine Signale leichter deuten und neue Situationen besser einschätzen.

Spielen

Der tut nichts, der will nur spielen... Aber kannst du erkennen, ob der Hund wirklich nur spielen will?
Anzeichen dafür sind schwunghafte und übertriebene Gesten und Bewegungen. Die Fellnase wedelt ausgelassen mit der Rute, hat einen wachen und aufmerksamen Blick und eine geöffnete Schnauze. Auch an der Körperhaltung kannst du spielerisches Verhalten erkennen: Der Oberkörper ist gesenkt und die Vorderpfoten nach vorne ausgestreckt, das Hinterheil ist erhöht.

Beschwichtigung und Unbehagen

Hunde senden verschiedene Signale,  um eine angespannte Situation zu entschärfen und das Gegenüber, sowohl andere Hunde als auch Menschen, zu beschwichtigen. Durch Abbrechen des Blickkontakts oder Abewenden des Kopfes machen sie deutlich, dass sie einem Konflikt aus dem Weg gehen wollen. Das ist dir vielleicht schon einmal aufgefallen, als du dein Tier fotografieren wolltest und es demonstrativ den Kopf zur Seite gedreht hat. In diesem Fall versuchte deine Fellnase aber weniger dich zu beschwichtigen als Unbehagen auszudrücken und sich selbst zu beruhigen. Auch Gähnen ist nicht automatisch ein Indikator für Müdigkeit, sondern kann ein Zeichen dafür sein, dass sich dein Vierbeiner in dieser Situation nicht vollkommen wohlfühlt. Vergleichbare Signale sind Blinzeln oder Hinsetzen.

Stress

Wenn du vom Stress geleitet immer hektische wirst, überträgt sich diese Stimmung auch auf deinen Hund. Aber auch ungewohnte Situationen, fremde Menschen und Hunde können Stress bei deinem Vierbeiner auslösen. Das häufigste Anzeichen dafür ist Hecheln. Die meisten Hunde sind unruhig, der Blick geht hin und her und die Rute schwingt leicht, um sich selbst zu beruhigen. Aber auch Gähnen, das Wundlecken von Pfoten oder Verdauungsprobleme können Anzeichen von Stress sein. Und mit dem Stress ist es wie beim Menschen: zu viel ist ungesund.

Angst

Hat ein Hund Angst, macht er sich  klein und zeigt sich unterwürfig, um einen Konflikt zu umgehen. Er versucht seine Körpergröße auf das kleinste zu minimieren und wenig Angriffsfläche zu bieten. Der  Körper ist gebeugt, der Rücken abgerundet und die Ohren angelegt. Ein weiteres Anzeichen für Angst sind gebeugte Hinterbeine und ein bis zum Bauch eingeklemmter Schwanz.

Aggressionshaltung
Man unterscheidet zwischen der offensiven und defensiven Aggressionshaltung.


 
Offensiv: Steht der Hund kurz vor dem Angriff, 
ist seine gesamte Körperhaltung nach vorne gerichtet. In Vorbereitung zum Sprung ist das Gewicht auf die Vorderbeine verlagert und der Körper leicht gebeugt. Kopf und Ohren sind nach vorn geneigt. Die Rute ist leicht erhöht, die Mukeln angespannt und die Nackenhaare aufgestellt. Mit seinem Blick fixiert der Hund den Gegner und hat die Lippenwinkel kurz zurückgezogen, sodass nur die drohenden Schneide- und Eckzähne sichtbar sind. Zudem knurren viele Hunde.

defensiv: Da Aggression oft Spuren von Angst enthält, ist die Körperhaltung nicht nach vorn, sondern nach hinten in Fluchtrichtung gerichtet. Das Gewicht ist auf
die Hinterbeine verlagert und die Körperhaltung ist leicht geduckt. Die Muskeln sind angespannt und die Nackenhaare vollständig aufgestellt. Auch die Ohren sind flach an den Kopf angelegt und die Rute ist unter den Bauch geklemmt, ähnlich der Körperhaltung bei Angst. Bei der defensiven Aggressionshaltung sind die Lefzen weit zurück gezogen und viele Zähne entblößt. Zur weiteren Abwehr entfährt dem Vierbeiner oft ein Knurren.